making the world clean // 2026
making the world clean ist eine performance zwischen hörspiel, live-aktion und dokumentarischer recherche. ausgehend von der alltäglichen handlung des putzens entfaltet die arbeit ein dichtes geflecht gesellschaftlicher fragen: unsichtbare arbeit, migration, care, klassenverhältnisse, alltagsrassismus, prekarität, umweltzerstörung, abfallkolonialismus und die politische ökonomie von sauberkeit. im zentrum steht eine reinigungskraft, deren repetitive, körperlich erschöpfende arbeit von einer vielstimmigen radio-collage begleitet wird. interviews, wissenschaftliche studien, journalistische beiträge und persönliche erzählungen verweben sich zu einer akustischen landschaft, in der individuelle erfahrungen auf globale machtverhältnisse treffen. gesundheitliche belastungen durch chemikalien stehen neben fragen der müllproduktion, globale lieferketten neben kolonialen kontinuitäten und alltägliche handlungen neben den politischen strukturen, die sie hervorbringen.
making the world clean fragt, warum bestimmte arbeit gesellschaftlich unverzichtbar und gleichzeitig nahezu unsichtbar ist. die performance untersucht, wem aufmerksamkeit, anerkennung und würde zukommen und weshalb dieselbe tätigkeit erst dann beachtet wird, wenn sie als kunst markiert ist. putzen wird hier nicht zur metapher, sondern zum politischen ort. die performance macht sichtbar, wie eng körper, arbeit, kapital, ökologie und gesellschaftliche ungleichheit miteinander verwoben sind, und lädt das publikum dazu ein, die selbstverständlichsten handlungen des alltags neu zu sehen.
https://www.instagram.com/ilknurbah/?hl=de
konzept & performing İlknur Bahadır
konzept & outside eye alexander stutz
kostüm nadine raeber
sound raphael clamer
radio stimmen isabelle paris, oriana schrage, samuel streiff, sebastian schmid
fotos lucie schrag
.jpeg)
.jpeg)
.jpeg)
.jpeg)