die entfremdeten // 2022

das stücklabor ist ein förderprogramm für neue dramatik. es ermöglicht jährlich ausgewählten autor*innen, eine saison lang an einem theater der schweiz zu arbeiten. mit dabei ist das theater basel (initiantin), die bühnen bern, das theater du jura und das theater st.gallen.

https://www.stuecklaborbasel.ch

 

die entfremdeten


ein parkplatz, eine strassenlampe und rundherum undurchdringlicher nebel. hier existiert nur noch das dröhnen der berge, die in ihre einzelteile zerfallen. oder hören wir das ächzen des krankenhauses, vor dem der parkplatz liegt? hierher verirren sich menschen, die sich verloren haben: flurin hat eben noch ihren einkauf erledigt und verliert sich jetzt in den weiten des parkplatzes. ein alter mann wohnt in seinem auto und versucht zu vergessen. die fliegende fliegt schon seit tagen über diesen ort und weiss, dass sie irgendwann landen muss. doch würde das ihren tod bedeuten. und das fett möchte seine grosse liebe finden. all diese versprengten suchen nach einer ordnung für ihr leben.


alexander stutz legt die widersprüche der gesellschaft zwischen selbstoptimierung und selbstzerstörung offen. ein panoptikum an szenen, begegnungen und bildern, durch welche sich die entfremdungen ziehen. was wäre, wenn wir uns plötzlich alle wieder nahe sind, was, wenn jede kausalität einen Sinn für das grosse ganze hätte? Wir beginnen aufzuheben, was entfremdet ist und zeigen, was von unseren rollen verlangt wird.


alexander stutz war in der spielzeit 2021 / 2022 im rahmen von stück labor, dem förderprogramm für neue schweizer dramatik, hausautor am theater st.gallen und hat in dieser zeit die entfremdeten geschrieben.

https://www.theatersg.ch/de/stuecklabor

https://www.theatersg.ch/de/programm/die-entfremdeten/2742

bild: copyright keystone / gian ehrenzeller

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